Obwohl die .de-Domainzone laut DE-CIX weitgehend vom gestrigen Hackerangriff gegen alle 13 Rootserver verschont wurde, haben zahlreiche Kunden fast aller deutschen Internetprovider keinen Zugriff mehr auf das Internet.
Am härtesten traf es den Rootserver L von ICANN und den vom US-Verteidigungsministerium betriebenem Rootserver G, welche während und nach dem Angriff praktisch unereichbar waren.
Durch diese Ausfälle wurde logischerweise auch das Domain Name System (DNS) in Mitleidenschaft gezogen, da die DNS Anfragen unter anderem auf die Rootserver G und L nicht verarbeitet werden konnten. Das DNS spielt eine der zentralsten Rollen im Internet, da es die Internetadressen (Domains) in die zugehörigen IP-Adressen umwandelt.
Provider, deren benutzte Backbones (in Dt. meist Telekom) an ein DNS-Netz angeschlossen sind, welches von den Ausfällen betroffen ist, können ihren Kunden durch Umroutung helfen. Auf Anfrage sollte dies geschehen.
Wer hinter diesen Angriffen steckt ist bislang noch unklar, Spekulationen gehen aber in Richtung Asien, da weite Teile des asiatischen Netzes an die Rootserver G und L angebunden sind.
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